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Unser #UltimateAdventure in Norwegen

Wohin hat dich dein letztes Abenteuer geführt? Uns verschlug es nach Norwegen. Wir waren unterwegs an Bord eines kleinen Boots in den norwegischen Fjorden? Klingt nicht nach dem Trip, der echte Mountainbiker interessieren könnte? Wart´s ab. Dort gibt es einiges zu entdecken. Die Erinnerungen sind noch frisch, die Eindrücke noch unsortiert, aber jetzt schon sind wir sicher: Von diesem Biketrip werden wir lange schwärmen.

Bikester und Pinkbike riefen das #UltimateAdventure für Mountainbiker aus. Gemeinsam hatten wir in diesem Frühjahr passionierte Biker gesucht, um mit uns die norwegischen Fjorde per Boot und Bike zu entdecken. Silvio, Andreas, Jutta und Max konnten als ultimative Abenteurer überzeugen und gingen gemeinsam an Bord mit Enduro Profi Robin Wallner, seinem Bruder Niklas - einem erstklassigen Fotografen - und der Ein-Mann Freeride-Filmcrew Scott Secco aus Kanada.

Mountainbiking in den Fjorden von Norwegen ist noch echte Pionierarbeit. Die steile und schwer zugängliche Landschaft mit wilden, naturbelassenen Trails ist bisher einer kleinen Gruppe von Locals vorbehalten. Wir hatten einige Bilder von vorangegangen Trips gesehen und begeisterte Berichte gehört. Aber nur Robin und Niklas haben eine genauere Vorstellung davon, worauf wir uns da einlassen.

Leinen los

Unsere gemischte Reisegesellschaft von Fahrern, Kamera-Profis und Bikester-Mitarbeitern trifft am Nachmittag in der norwegischen Hafenstadt Ålesund ein. Beim gemeinsamen Abendessen haben wir erstmals Gelegenheit uns etwas kennenzulernen. Scherze und flapsige Kommentare brechen das Eis, schaffen Platz für echte Gespräche und Vorfreude. Mountainbiken hat jeden von uns nach Norwegen geführt. Über die nächsten Tage werden wir erleben wie schnell diese Leidenschaft unsere kleine Gruppe zusammenschweissen kann.

Der eigentliche Startschuss für unser Abenteuer fällt als wir am nächsten Tag an Bord gehen. Die erste Strecke mit dem Boot führt bei bestem Sonnenschein von Ålesund zum kleinen Örtchen Stranda im Storfjord. An Bord lernen wir endlich auch unseren lokalen Bikeguide Ole von H+I Adventures kennen, einen langjährigen Kletterer und Bergsteiger, der seit einigen Jahren immer häufiger dem Bike den Vorzug gibt. Ole breitet unsere Pläne für die kommenden Tage aus und wir können es kaum erwarten loszulegen. Doch vorerst bleibt uns nichts weiter zu tun, als die Fahrt zu geniessen, uns mit frischem Kaffee in der Hand zu entspannen und langsam Bekanntschaft zu machen mit unseren Reisegefährten, der Crew und dem Boot, das für die kommenden Tage unser Zuhause sein sollte.

Die HMS Gåssten

Und was für ein Zuhause wir haben! Die HMS Gåssten ist ein Bild von einem Boot. Mit ausreichend Platz für etwa zehn Gäste und einem geräumigen Deck für uns und die Bikes hätten wir es nicht besser treffen können. An jeder Stelle schimmern Geschichten durch den Anstrich bis aufs wettergegerbte Holz. Später erfahren wir mehr von ihrer bewegten Vergangenheit. In den 70ern wurde sie als eine der letzten hölzernen Minenräumschiffe für die schwedische Marine gebaut und fand nach ihrem Dienst Verwendung bei der Seerettung in der Ostsee. Seit vier Jahren ist die Gåssten Svens Boot. Diese Lady aus Eichenholz verkörpert den Geist von Fjordadventures und bringt seither kleine Gruppen von Outdoor-Enthusiasten mit Ski oder Bike zu Traum-Spots in den Fjorden.

Rein in die Fjorde

Wir dringen tiefer in die Fjordlandschaft vor und gleiten langsam an immer enger stehenden Felsriesen vorbei. Die Bergflanken erheben sich hier direkt aus dem Wasser und ragen teilweise 1000 Meter auf. Vom Deck aus entdecken wir immer wieder Berghütten an den unzugänglichsten Hängen und können uns beim besten Willen nicht vorstellen, wie man dort hinkommen sollte. Wir werden in den kommenden Tagen eine leichte Ahnung davon bekommen, denn auch die Trails, zu denen wir unterwegs sind, machen einem den Einstieg nicht leicht. Vom Fjord aus startet jede Tour auf Meereshöhe und bereits nach etwa 600 Höhenmetern ist man in der Regel in alpinem Gelände unterwegs.

Biken I - Norwegen Stil

Am nächsten Morgen müssen sich manche kurz kneifen um ganz sicher zu gehen. Ja, es war kein Traum. Ja, wir sind wirklich auf diesem Boot, liegen am Pier in dieser atemberaubenden Berglandschaft am Meer. Nach einem luxuriösen Frühstück werden vorbereitete Lunchpakete in Rucksäcke verstaut und die Bikes entladen. Los geht es direkt vom Boot immer aufwärts, einem Bergrücken entgegen, den uns Ole bereits am Abend vom Boot aus gezeigt hat.

Der erste Tag setzt den Beat für die kommenden Tage. Wir folgen einer kleinen Fahrstrasse bis zum Ende und schon bald ist Schieben oder Tragen angesagt. Ole erklärt, wir würden denselben Weg auch wieder hinunter nehmen. Manch einer schaut auf dem Anstieg durch den Wald, über teils feuchte und immer felsdurchsetzten Wiesen und im Gipfelbereich bereits nach den besten Linien für die kommende Abfahrt. So viele Steine kann sich niemand merken. Ab und zu Umdrehen und das Panorama aufzusaugen bleibt die bessere Ablenkung vom schweisstreibenden Aufstieg.

Auf einem windig-kalten Grat, etwas weniger als 1.000 Meter über dem Fjord beginnt unsere erste Abfahrt im Norwegen-Stil. Wir suchen uns eigene Linien über grosse und kleine Granitplatten und Passagen eines felsigen Pfads: Bis hinunter zum See, an dem wir zuvor pausiert haben, kommt echtes Freeride-Feeling auf. Breit grinsend starten wir gemeinsam in den nächsten Abschnitt, einen rinnendurchzogenen, teilweise steilen Trail mit jeder Menge Steinen. Man findet seinen Flow auf diesen wilden Pfaden, aber wer nicht konzentriert bei der Sache ist, der bleibt schnell mit dem Vorderrad hängen oder lässt sich von Spurrinnen aus der Ideallinie werfen. Im rohen, naturbelassen Charakter liegt der Reiz dieser Trails. Glücklicherweise ist unsere kleine MTB-Reisegesellschaft durchweg fit und erfahren genug und jeder scheint seinen Spass zu haben mit den fahrtechnischen Herausforderungen. Im Laufe der folgenden Tage sollten wir unser Spiel mit den norwegischen Naturtrails weiter verbessern.

Ein Boot – eine Crew

Zurück am Boot werden wir mit kaltem Bier und warmen Kuchen überrascht. Die Bikes kommen zurück an ihren Platz auf dem Vorderdeck und auf wundersame Weise findet ein ganzer Haufen verschwitzter, schlammiger Bikeklamotten von selbst seinen Weg in den warmen Maschinenraum zum Trocknen. Kaum 10 Minuten nach unserer Ankunft macht die Gåssten bereits Fahrt Richtung Geiranger Fjords. Erschöpft von der Tour, müde vom schnellen Bier sind wir zurückgeworfen auf Entspannung an Bord – Es gibt absolut nichts zu tun, ausser die Fahrt zu geniessen und zu staunen.

Die Herzlichkeit unseres Skippers Sven und der gesamten Crew hat uns im Sturm erobert. Sven gehört die Gåssten. Er ist Wahlnorweger mit schottischen und schwedischen Wurzeln und hat früher als Taucher auf Bohrinseln gearbeitet. Er steht im Winter selbst gern auf den Brettern in den Steilhängern der Fjorde oder ist im Sommer mit dem Bike unterwegs, wenn es die Zeit erlaubt. Seine rechte Hand und Geschäftspartner von Fjordadventures ist Tash. Auch sie kommt aus Schottland und verfügt über üppige Expeditionserfahrung in den Bergen und zu Wasser. Tash ist ebenso häufig am Steuer anzutreffen wie Sven und hat neben ihrer herzlichen Art ein paar beeindruckende Einparktricks in petto.

Für diesen Trip ist Emily als Chef die dritte Schottin im Bunde. Die charmante junge Dame gewinnt unser Herz an jedem Tag mindestens dreimal mit ihren Kochkünsten und lässt die Vorbereitung von 5-Sterne Gerichten an Bord eines kleinen Boots mit winziger Küchenzeile kinderleicht aussehen. Chris, halb Kanadier, halb Deutscher und verantwortlich für alles an Bord, was nach einem Schiffsmechaniker verlangen könnte, komplettiert die Crew auf dieser Reise. Alle vier geniessen ganz offensichtlich miteinander zu arbeiten und an Bord zu leben. Und sie machen es uns sehr leicht, uns als Teil der Gåssten zu fühlen.

Bei einsetzender Dämmerung legen wir in Geiranger an und Sven eröffnete uns, wir würden am Abend einen Gast an Bord haben. Nach einem erneuten Meisterstück unserer jungen Köchin stösst Gordy - einer der Skitouren-Guides im Winter - zur weinseligen Runde und verwandelte mit seiner Gitarre die enge Kabine in ein kleines Privatkonzert. Wie könnte dieser Tag besser ausklingen?

Biken II - Hoch hinaus, steil bergab

Es muss etwa halb sechs sein, als wir Geiranger verlassen. Der Motor reisst uns kurz aus den Träumen. Kein unerträglicher Krach, eher ein durchdringendes Röhren. Aber Sven behält Recht. Schon nach wenigen Minuten gewöhnt man sich an das Geräusch und darf sich ohne schlechtes Gewissen noch eine gute Stunde rumdrehen.

Als die Gåssten unsere Anlegestelle in Fjora erreicht sind alle bereits startklar. Die ersten 700 Höhenmeter können wir dieses Mal komplett im Sattel zurücklegen. Unsere Truppe sortiert sich ähnlich wie am ersten Tag im Anstieg. Während die Racer, Ex-Racer und unser wie ein Gestörter fahrender Filmer vom Start weg ein stattliches Tempo anlegen, heben Max, Jutta, Ole und ich uns die Kräfte etwas auf für die Passagen, auf die es ankommt. Silvio hat zwar keine Mühe das straffe Tempo mitzugehen, ist aber immer wieder gern gesehener Gast am gleichmässig pedalierenden Ende der Truppe. Als der Fahrweg aufhörte haben wir die Baumgrenze bereits hinter uns gelassen. Beim zweiten Frühstück sitzen wir wie im Kino vor diesem Wahnsinnspanorama mit klarer Sicht auf den Fjord und noch einmal deutlich mehr schroffe Gipfel als je zuvor rings herum. Mit frisch gesammelten Kräften geht es tragend weiter, beinahe in gerader Linie unserem Gipfel entgegen.

Unser erstes Stück bergab sind wir eben noch heraufgeklettert. Vor uns breitet sich ein Labyrinth aus Granit und staubiger Erde aus. Wir beginnen mit dem Gelände zu spielen, nutzen Felsen als Kicker, schiessen über kleine Kanten, rutschen durch Kurven und haben dabei stets den Fjord weit unter uns direkt vor der Nase. Wir haben Fahrspass gefunden, den der schweisstreibende Aufstieg versprach und unsere Kamerajungs bekommen das atmosphärische Licht dazu. Öfter geben wir Niklas und Scott ein paar Minuten Vorsprung, um ihre Kameras in Position zu bringen, sammeln uns und rauschen gemeinsam hinterher. Beide - Scott und Niklas - wissen genau wann es Zeit ist mit der Kamera draufzuhalten und wann es Zeit ist selbst einfach mal laufen zu lassen.

Oles geplante Route nutzt unsere Höhenmeter geschickt. Nach wenigen hundert Metern Traverse geht es weiter im Downhill-Modus. Auf einem flowigen, dünnen Band durch saftige Hochwiesen rauschen wir geradewegs auf den steilsten Abschnitt des Tages zu – eine felsige, verblockte Rinne, die uns weit unten im Wald erst wieder ausspuckt. Ein letzer Gegenanstieg und wieder jagen wir dem Fjord entgegen durch ein Waldstück mit verrückten Linien. Der Abschluss der Tour besteht aus einer felsgespickten Flipperbahn die deutlich zeigte, wer in der Truppe seine Spitzkehren-Technik in den Alpen verfeinert hat.

Send it

Am Pier beim Boot wird die schlammbespritze und euphorisierte Bande Biker bereits erwartet. Jemand spricht vom Schwimmengehen. Gute Idee, aber Moment: wir sind den ganzen Tag steile Trails runter gerauscht um jetzt vom Pier ins Wasser zu gleiten? Es gibt keine Gelegenheit ein zweites Mal nachzudenken. Wir klettern bereits nach oben. Wir springen natürlich vom Dach des Bootes. Den ganzen Trip haben wir uns damit aufgezogen. Jetzt gilt´s: Send it!

Biken III – Ein würdiges Finale

Am nächsten Morgen bringen Chris und Tash die Bikes und Fahrer mit dem kleinen Beiboot portionsweise an Land. Die Gåssten hat einen Sonnenplatz in der Mitte des teilweise noch nebligen Fjords ergattert als wir in den Anstieg des dritten Tages starten. Ein letztes Mal heisst es, sich von Meereshöhe auf etwa 1.000 Meter hochzuschrauben. Am Ende des Forstwegs beginnt für uns erneut der Wandermodus, dieses Mal noch unterhalb der Baumgrenze. Wir nehmen es gelassen. Es wird die Mühe wert sein. Als wir den Wald hinter uns lassen kommt die Sonne raus und verwandelt den Tau auf den Hochwiesen in einen schimmernden Teppich vor unseren Füssen. Ein Mix aus fahrbaren Passagen und steileren Tragestücken komplettiert den letzten Aufstieg bei echtem Kaiserwetter. Oben belohnt eine majestetische Rundumsicht für jede Mühe. Niklas und Scott sind beschäftigt das Licht auszunutzen. Und auch den Übrigen lässt die Aussicht auf weitere 1.000 Tiefenmeter Trailspass auf diesen verrückt -rohen Wanderwegen noch keinen Raum für Wehmut. Flüssig und flink wo möglich, mit Bedacht wo nötig starten wir in den ausgesetzten ersten Teil der Abfahrt. Weiter unten im Wald folgen wir einen flowigen Trail, der jähe abkippt und sich in eine Serie Falllinien verwandelt. Immer wieder ist gerade genug Bremsweg übrig, um noch halbwegs kontrolliert in den folgenden Abschnitt zu kippen. Mit Silvio direkt am Hinterrad und ohne eine Option auszusteigen wird dieser Trail zum ultimativen Achterbahnerlebnis.

Nur noch ein letztes Stück Trail erwartet uns und entpuppt sich als natürlicher Pumptrack mit Kickern und Anliegern, die jeden von uns dazu verführen alles zu geben. Wir rollen den Fahrweg hinab zur Anlegestelle und sind nicht eine Minute zu früh dran. Tash und Chris shutteln uns mit dem Beiboot zurück zur Gåssten und Sven nimmt Kurs Richtung Ålesund. Wir haben dort eine Verabredung zum Dinner mit der Crew der Gåssten und die Gezeiten sind nicht auf unserer Seite.

Abschied

Während der darauffolgenden drei bis vier Stunden Überfahrt hat es vermutlich für jeden von uns einen wehmütigen Abschiedsmoment an Bord gegeben. Das Leben auf dem Boot erwies sich als die Geheimzutat unseres Abenteuers in Norwegen. Es ist eine entschleunigte Art des Reisens, die genug Zeit gibt um ruhig zu werden, die Umgebung aufzusaugen und seine Mitreisenden wirklich kennen zu lernen. Svens Boot brachte uns zu Startpunkten, zu denen uns keine Strasse annähernd so effektiv geführt hätte. Es war uns für ein paar Tage ein ausserordentlich komfortables und freundliches Zuhause inmitten dieser gewaltigen, rauen Berglandschaft, die dort in Norwegen direkt aus den Meeresarmen ragt.

Wieder zurück Zuhause bin ich unsicher ob der Titel Ultimate Adventure unserem Trip gerecht werden kann. Das war kein klassisches Abenteuer. Wir haben nicht zusammengekauert an einem Bergkamm gezittert vor Kälte oder Hunger erlitten. Stattdessen haben wir grossartige Trails gefunden, geniessen können und viel miteinander gelacht. In nur wenigen Tagen wurden Fremde zu Freunden und ich bin sicher, auch in Zukunft werden wir ein Stück unserer Leidenschaft zusammen ausleben. Vielleicht nicht auf einem Boot in Norwegen aber mit demselben Entdeckergeist.


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